Handwerk 2025: Ein neues Netzwerk und viele gute Geschäftsideen.

Handwerk 2025: Ein neues Netzwerk und viele gute Geschäftsideen.

Vor einigen Wochen erhielt ich eine Einladung zum Netzwerk Handwerk 2025, das von der Handwerkskammer München und Oberbayern, von der Messegesellschaft München und der Firma CRAFTY ins Leben gerufen wurde. Ein Blogger und Marketing-Coach ist naturgemäß immer daran interessiert, neue Geschäfts-Ideen kennen zu lernen. Zwei davon möchte ich Ihnen hiermit vorstellen, weil sie nach meiner Überzeugung innovativ und zukunftsträchtig sind.

Wenn das Angela Merkel wüsste: Wir haben ein Atomkraftwerk zu viel am Netz.

Mit dieser Aussage begann die Unternehmensvorstellung von Frau Grote-Liebold. Das hat mich sehr interessiert, weil die derzeit laufende Energiewende mit vielen ungelösten Problemen zu kämpfen hat. Und der Nichtverbrauch teurer Energie, egal wodurch diese gewonnen wird, ist doch bestimmt sehr sinnvoll und von den Verbrauchern zu begrüßen. So wäre es möglich, ein Kernkraft oder zwei Kohlekraftwerke abzuschalten, wenn alle PV-Anlagen rechtzeitig gereinigt würden. (Nähere Infos dazu von Grote-Liebold)

Dass PV-Anlagen (ähnlich wie Autos oder Glasfassaden) von Zeit zu Zeit eine Reinigung nötig haben
Ist sicher keine bahnbrechende Erkenntnis. Daraus ein lukratives Geschäftsmodell zu realisieren, das erscheint naheliegend. Aber, warum hat ausgerechnet ein gelernter Zimmermann (Pascal Liebold) diese Idee angepackt und umgesetzt? Warum keiner der bekannten Groß-Unternehmen im Reinigungs-Gewerbe? Meine Erklärung dazu: Große Unternehmen sind meist wenig innovativ, und ihre Veränderungs-Bereitschaft ist gering.

Reportage von Handwerk 2025: Ein neues Netzwerk und viele gute Geschäftsideen. MAM

Claudia Grote-Liebold & Pascal Liebold

Doch ich schweife ab. Weil der junge Unternehmer-Pionier Pascal Liebold, seine Idee so hartnäckig verfolgte und dabei auch einige Jahre auf persönliche Annehmlichkeiten verzichtete, hat es sich schließlich ausgezahlt: Grote-Liebold ist heute eines der führenden Unternehmen für die Reinigung von Photovoltaik-Anlagen geworden. Eine konsequente Strategie aus fachlichem Know-how (incl. Eigenentwicklungen) und eine Konzentration auf größere Flächen, sind die Garanten für diesen außergewöhnlichen unternehmerischen Erfolg.

Reinigung rechnet sich groß.

Die Investition in eine professionelle PV-Reinigung rechnet sich schon bei geringster Verschmutzung, die so sicher immer wieder kommt, wie der Frühling nach dem Winter. Die aktuelle Rentabilität, die sich für PV-Betreiber ergibt, wird mittels eines Rentabilitäts-Rechners (NOVUM) festgestellt. Und würden alle PV-Anlagen Deutschlands regelmäßig gereinigt, so könnte ein Atomkraftwerk abgeschaltet werden!

Liebold ist ein innovatives Familien-Unternehmen und bietet eine Dienstleistung, welche im Zuge der Bekämpfung des Klimawandels mehr denn je gefragt sein wird. Denn die beste Klimapolitik ist doch: So wenig wie möglich Energie erzeugen zu müssen und dadurch C2 Emissionen vermeiden helfen. Dazu leistet Grote-Liebold einen wichtigen Beitrag, weil man sich schon von Anfang an auf Großkunden (=sprich große zu reinigende Flächen) spezialisiert hat. Passt!

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materialrest24: Intelligente Resteverwertung spart Geld und bringt Geld.

Manche Geschäftsideen sind so naheliegend, dass man sich nur wundern kann, warum sie nicht früher realisiert wurden. Eine solche Idee ist materialrest24.de, ein virtuelles Lager, das derzeit schon zahlreiche Handwerksbetriebe aktiv nutzen. Der Gründer dieses virtuellen Portals, der gelernte Dachdecker Simon Schlögl sagt dazu: „Jedem Handwerksbetrieb bleibt immer wieder Arbeits-Material liegen, das Geld gekostet hat und zudem das Lager verstopft. Auf der anderen Seite warten viele Handwerker-Kollegen, die dieses überschüssige Material dringend benötigen und es auch sofort verbauen könnten. Dass sie dieses Arbeits-Material über materialrest24.de – obgleich neuwertig – zu einem Spottpreis einkaufen können, ist ein zusätzlicher Vorteil“. 

Reportage von Handwerk 2025: Ein neues Netzwerk und viele gute Geschäftsideen. MAM

Gelernter Dachdecker und Gründer Simon Schlögl (Bildquelle Lisa Hörterer)

materialrest24.de bietet konkrete Kundennutzen. Zudem wird die Umwelt entlastet, denn oftmals muss überflüssiges Baumaterial kostenpflichtig entsorgt werden; wo doch jeder weiß, dass unsere Deponien heute schon zum Bersten voll sind!

Das Rezept gegen die Trägheit: Ein Jahresbeitrag von nur € 99.- € für materialrest24.de

Das ist schon alles, was für das virtuelle Lager aufgewendet werden muss. Durch diese Mitgliedschaft kann jeder Handwerksbetrieb beliebig viele Artikel mit Fotos in das Portal einstellen und schon in kurzer Zeit Käufer finden. Weitere Gebühren fallen nicht an. Der Mitgliedsbeitrag rechnet sin in der Regel schon ab der ersten Transaktion, egal ob Baumaterial günstig verkauft oder weit unter dem üblichen Einkaufspreis eingekauft wird.

Reportage von Handwerk 2025: Ein neues Netzwerk und viele gute Geschäftsideen. MAM

Mitglieder bieten zahlreich Überschüssiges an

Natürlich ist noch einige Überzeugungsarbeit gegen die menschliche Trägheit zu leisten, bis bundesweit alle Handwerksbetriebe mitmachen. Doch stetig können weitere Kooperationen mit Kommunikatoren realisiert werden. Simon Schlögl blickt deshalb sehr optimistisch in die Zukunft: „Auch A . . .   n hat mal klein angefangen. Das wird schon, weil die Idee stimmt“.                                                             

Ihr Sebastian G. Renner 
marketing akademie mittelstand